Revierbereiche

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Die beiden Revierbereiche bestehen aus insgesamt zehn in der Großhirnrinde liegenden Hirnrelais und reagieren auf Konfliktinhalte, die das (männliche und weibliche) Revier betreffen.[1] Die Revierbereiche unterscheiden sich in mehrerlei Hinsicht von allen anderen Hirnrelais.

Konfliktinhalte

Bei den „normalen“ (Nicht-Revierbereichs-) SBSen hat jedes SBS nur einen Konfliktinhalt. In den Revierbereichen hingegen gibt es zu jedem SBS zwei mögliche Konfliktinhalte, einen männlichen und einen weiblichen. Welcher davon wahrgenommen wird, hängt von der Hormonlage ab: In männlicher Hormonlage ist nur die männliche Konfliktempfindung möglich, in weiblicher Hormonlage nur die weibliche.[1]

Die Revierbereiche werden nicht nur von der Hormonlage beeinflusst, sondern Revierbereichskonflikte bewirken umgekehrt – unter bestimmten Bedingungen, s.u. – auch eine Änderung der Hormonlage.

Die Waage

Zum Verständnis der Revierbereiche ist der Begriff der Waage wichtig. Man kann sich die Revierbereichs-SBSe sinnbildlich als Gewichte vorstellen. Je intensiver das SBS, umso größer sein Gewicht, wobei außerdem die periinsulären Relais deutlich stärker „wiegen“ als die restlichen Revierrelais.[2] Die Relais des linken Revierbereichs (d.h. der linken Hirnhälfte) liegen in der linken Waagschale einer Waage, die Relais des rechten Revierbereichs in der rechten Waagschale. Je nachdem, ob die linken oder rechten SBSe „schwerer wiegen“, neigt die Waage nach links oder rechts.[1]

Der rechte ist der männliche Revierbereich. Je stärker die Waage nach rechts geneigt ist, umso weniger männliche Geschlechtshormone werden ausgeschüttet. Man (und auch frau) wird dadurch introvertierter, ruhiger, zurückhaltender, „weiblicher“ und „depressiver“, wobei letzterer Begriff nur bedingt mit dem aus der schulmedizinischen Psychologie übereinstimmt. Umgekehrt werden, je mehr die Waage nach links (weiblicher Revierbereich) neigt, die weiblichen Geschlechtshormone unterdrückt. Der Betreffende wird extrovertierter, rastloser, konfrontativer, „männlicher“ und „manischer“ – auch der Begriff manisch ist nicht mit der schulmedizinischen Bedeutung deckungsgleich. Wenn die Waage weit nach der dem Geschlecht entsprechenden Seite (bei Männern weit nach rechts, bei Frauen weit nach links) neigt, kippt die Hormonlage: Der Mann empfindet von nun an weiblich, die Frau männlich.[1]

Am Anfang seines Lebens hat ein Mensch keine Konflikte, die Waage ist ausgeglichen. Die meisten Menschen erleiden ab dem frühesten Kindesalter Revierkonflikte und haben bis zum Beginn des Kindergartenalters die Revierbereiche größtenteils aktiviert.[1]

Konfliktreihenfolge

Eine weitere Besonderheit der Revierbereiche liegt in der Abfolge der Konflikte (consecutio conflictuum).[1] Bei den Nicht-Revierbereichsrelais ist jeder Konfliktinhalt fest an ein bestimmtes Hirnrelais gebunden, ein bestimmter Konfliktinhalt löst also das DHS immer im zugehörigen Hirnrelais und damit dem zugehörigen Organ aus. In den Revierbereichen ist dies anders. Wenn hier ein bestimmter Konfliktinhalt zu einem DHS führt, gibt es immer zwei Möglichkeiten, da jeder Konfliktinhalt sowohl im linken als auch im rechten Revierbereich ein Relais hat. Welches der beiden Hirnrelais betroffen ist, bestimmt eine Regel. Beim ersten und zweiten Revierkonflikt, den man im Leben erleidet, ist die Gehirnseite durch das Geschlecht und die Händigkeit fest vorgegeben, ab dem dritten Konflikt spielt zusätzlich die Waage eine Rolle:

Männl. Rechtshänder Männl. Linkshänder Weibl. Rechtshänderin Weibl. Linkshänderin
1. DHS Rechts Links Links Rechts
2. DHS Links Rechts Rechts Links
Ab dem 3. DHS Die Seite, auf der die Waage stärker belastet ist Die Seite, auf der die Waage weniger stark belastet ist Die Seite, auf der die Waage stärker belastet ist Die Seite, auf der die Waage weniger stark belastet ist

Jedes neue DHS „belastet“ die Waage auf der entsprechenden Seite. Dies macht den Betroffenen depressiver oder manischer; bei entsprechender Stärke und Richtung kippt die Waage auf die andere Seite (von depressiv nach manisch oder umgekehrt). Viel häufiger als neue DHSe verändern aber die alltäglichen Verstärkungen und Abschwächungen bestehender SBSe die Waagenstellung. Diese äußern sich in kleineren oder größeren Stimmungsschwankungen, im Extremfall ist man „manisch-depressiv“.[1]

Rezidive und Schienen in den Revierbereichen laufen nicht nach der Konfliktreihenfolge ab, sondern aktivieren immer das zum Urkonflikt gehörende Relais. Wenn der Konflikt „springt“ (s.u.), betreffen Rezidive und Schienen künftig das neue Relais.

Die Revierrelais und zugehörige Sonderprogramme

Lage der Revierrelais in der Großhirnrinde. Die Bezeichnungen richten sich teils nach dem Relais selbst, teils nach dem zugehörigen Organ und teils nach der Lage auf dem „Ziffernblatt“.
Die Revierbereiche von der Seite gesehen, mit zugehöriger CT-Schnittebene.
Die Konfliktinhalte der Revierbereiche.

Die Relais der Revierbereiche liegen in der Großhirnrinde in einer Ebene, die parallel zur Schädelbasis in Höhe der Inselrinde verläuft. Fünf Relais befinden sich am linken, die anderen fünf am rechten Rand der Großhirnrinde; beide Gruppen liegen einander symmetrisch gegenüber.

In der Längsachse (von ventral nach dorsal) beginnen die Revierbereiche im motorischen Rindenfeld; die vordersten beiden Relais haben folgerichtig Muskeln als Zielorgan (Muskulatur des Kehlkopfes bzw. der Bronchien). Die zweite Reihe liegt im sensorischen Rindenfeld und steuert dementsprechend die Empfindlichkeit von Geweben (Kehlkopf- bzw. Bronchialschleimhaut). Die restlichen Relais liegen nicht im sensorischen Rindenfeld, steuern aber ebenfalls die Empfindlichkeit von Schleimhäuten und anderen Epithelien.

Die Lage der Revierrelais lässt sich auch am Ziffernblatt einer Uhr beschreiben: Die Relais des rechten Revierbereichs liegen auf 1 bis 5 Uhr, die des linken auf 7 bis 11 Uhr. Insbesondere ist der Begriff des Vier-Uhr-Relais gängig, da es mehrere Gewebe steuert und sich daraus kein prägnanter Name ableiten lässt.

Die Revierrelais im einzelnen:

Hirnrelais Organ / Gewebe Konfliktinhalt
Kehlkopfmuskulatur-Relais (auf 11 Uhr) Kehlkopfmuskulatur ♀: Schreckangst
♂: Revierangst
Bronchialmuskulatur-Relais (auf 1 Uhr) Bronchialmuskulatur
Bronchialschleimhaut-Relais (auf 10 Uhr) Epithel der Bronchialschleimhaut
Kehlkopfschleimhaut-Relais (auf 2 Uhr) Epithel der Kehlkopfschleimhaut
Linkes periinsuläres Relais (auf 9 Uhr) Intima der Herzkranzvenen, Schleimhaut des Gebärmuttermundes und -halses (♀), Samenblasenepithel (♂), Empfindlichkeit der Vagina (♀) ♀: Sexuelle Frustration
♂: Revierverlust
Rechtes periinsuläres Relais (auf 3 Uhr) Intima von Herzkranzarterien, Aortenbogen und Carotis; Empfindlichkeit der Klitoris bzw. des Penis; Verlangsamung des Herzrhythmus
Acht-Uhr-Relais Ektodermale Rektumschleimhaut ♀: Identitätskonflikt
♂: Revierärger
Vier-Uhr-Relais Epithel der kleinen Kurvatur und der Kardia des Magens, des Bulbus des Zwölffingerdarms, der Gallengänge und der Pankreasgänge.
Linkes ektodermales Harnwegsrelais (auf 7 Uhr) rechter Harnleiter, rechtes Nierenbecken, rechte Hälfte der Harnblase, rechte Hälfte der Harnröhre, Motorik des äußeren Blasenschließmuskels Reviermarkierungskonflikt
Rechtes ektodermales Harnwegsrelais (auf 5 Uhr) linker Harnleiter, linkes Nierenbecken, linke Hälfte der Harnblase, linke Hälfte der Harnröhre, Motorik des äußeren Blasenschließmuskels

„Springen“ von Revierkonflikten

Die männlichen und weiblichen Geschlechtshormone werden hauptsächlich in den Hoden bzw. Eierstöcken produziert. Durch ein SBS in diesen Organen, eine operative Entfernung des Organs und die Wechseljahre ändert sich die Menge an produziertem Geschlechtshormon. Wenn die Änderung stark genug ist und entgegen der aktuellen Hormonlage geht (zugunsten weiblicher Hormone beim Mann oder zugunsten männlicher Hormone bei der Frau), kippt diese auf die Seite des anderen Geschlechts. Die Hormonlage kann sich also durch Einflüsse außerhalb der Revierbereiche von weiblich nach männlich ändern und umgekehrt. Das hat einen Einfluss auf die bestehenden Revierbereichs-SBSe, mit denen nun jeweils folgendes geschieht:[3][4][5][6]

  • Entweder wird das SBS gegenstandslos, weil es in der neuen Hormonlage nicht empfunden werden kann. Dann geht das SBS in Lösung.
  • Oder der Konflikt wird nun entsprechend der neuen Hormonlage empfunden (weiblicher statt männlicher Konfliktinhalt oder umgekehrt). Das bisherige SBS geht in Lösung, und auf der gegenüberliegenden Seite wird entsprechend dem neuen Konfliktinhalt ein neues SBS aktiv. Man sagt, dass der Konflikt auf die andere Seite springt.

Revierkonstellationen

Wie in den anderen Teilen des Gehirns tritt auch in den Revierbereichen eine Konstellation auf, wenn links- und rechtshirnig jeweils ein SBS in der CA-Phase oder Epi-Krise ist. Die Revierkonstellationen haben gegenüber den übrigen Konstellationen einige Besonderheiten: die zwei Ausprägungen jeder Konstellation,[7] die Verringerung der Konfliktmasse[8] und die Beeinträchtigung der Reifeentwicklung.[9][1]

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 5BN.de: Regelwerk Revierbereiche. Am 23.4.2020 abgerufen.
  2. 5BN.de: Regelwerk Revierbereiche „Den mit Abstand größten Einfluß auf die Hormonlage haben die 2 mittleren und größten Relais. (Revierverlust, sexueller Konflikt)“ Am 16.4.2022 abgerufen.
  3. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 2. Selbstverlag, Beckingen 2014, ISBN 978-3-00-041971-3, S. 215.
  4. Dr. Ryke Geerd Hamer: Krebs und alle sog. Krankheiten – Kurze Einführung in die Germanische Neue Medizin. Amici di Dirk, 3. Auflage 2005, ISBN 978-84-96127-14-2, S. 63.
  5. Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer: Vermächtnis einer Neuen Medizin, Teil 1. Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, ISBN 978-3926755001, S. 296.
  6. Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer: Vermächtnis einer Neuen Medizin, Teil 1. Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, ISBN 978-3926755001, S. 301.
  7. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 2. Selbstverlag, Beckingen 2014, ISBN 978-3-00-041971-3, S. 162.
  8. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 2. Selbstverlag, Beckingen 2014, ISBN 978-3-00-041971-3, S. 197f.
  9. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 2. Selbstverlag, Beckingen 2014, ISBN 978-3-00-041971-3, S. 201-203.