Großhirnrinde

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Einteilung der Großhirnrinde in Lappen
Rindenfelder der Großhirnrinde
Relais des primären motorischen Rindenfeldes im Frontalschnitt.
Relais des primären sensorischen Rindenfeldes im Frontalschnitt.
Einige Relais der Großhirnrinde im Schnitt parallel zur Schädelbasis. Die fehlenden motorischen und sensorischen Relais sind in den vorhergehenden beiden Abbildungen wiedergegeben.

Die Großhirnrinde ist der äußere Teil des Großhirns. Im Gegensatz zum inneren Teil des Großhirns, des Marklagers, ist die Rinde reich an Nervenzellen (graue Substanz).[1]

Die Hirnrelais, die die SBSe der Gewebsart Ektoderm steuern, liegen in der Großhirnrinde sowie dem Thalamus und Hypothalamus.[2]

Als Grobeinteilung der Großhirnrinde unterscheidet man fünf Lappen, die durch tiefere Furchen (Sulci) und Spalten (Fissuren) voneinander getrennt sind:[3][1]

  • Frontallappen (Lobus frontalis, Stirnlappen),
  • Parietallappen (Lobus parietalis, Scheitellappen),
  • Okzipitallappen (Lobus occipitalis, Hinterhauptslappen),
  • Temporallappen (Lobus temporalis, Schläfenlappen) und
  • Insellappen (Lobus insularis, Inselrinde, Insel).

Innerhalb der Lappen gibt es sog. Rindenfelder, denen bestimmte Funktionen zukommen und die bestimmte Gruppen von Hirnrelais enthalten:

  • Das Präfrontalhirn (präfrontaler Cortex) im Frontallappen ist für das Kurzzeitgedächtnis, für Planungen und Entscheidungen sowie für das Sozialverhalten von Bedeutung.[4] Hier liegen die Relais der Kiemenbogengänge und des Schilddrüsengangs (Frontalangst- und Ohnmächtigkeitskonflikt).
  • Das prämotorische Rindenfeld (prämotorischer Cortex) im Frontallappen erstellt Bewegungsentwürfe und stimmt sie mit dem Kleinhirn und den Basalganglien ab.[5]
  • Das primäre motorische Rindenfeld (motorisches Rindenfeld, primärer motorischer Cortex, primärer somatomotorischer Cortex) liegt ebenfalls im Frontallappen und gibt die Bewegungsimpulse, die in den vorgelagerten Rindengebieten entstanden sind, an die einzelnen Muskeln weiter. Alle Körperteile sind hier in Form eines Homunculus abgebildet.[6] An denselben Stellen befinden sich auch die Hirnrelais, die die motorischen Sonderprogramme der quergestreiften Muskulatur steuern.[7][8]
  • Das primäre sensorischen Rindenfeld (somatosensorisches Rindenfeld, somatosensorischer Cortex, somatosensibler Cortex) gehört dem Parietallappen an. Es erhält haptische (Druck-, Berührungs- und Schmerz-) Reize von Rezeptoren im Körper, die – analog zum primären motorischen Rindenfeld – als Homunculus abgebildet sind.[9] Hier haben alle Sonderprogramme der Gewebe des Äußere-Haut-Schemas ihr Steuerungsrelais.[10][11]
  • Die hintere Parietalrinde (Cortex parietalis posterior, posteriorer parietaler Cortex) liegt hinter dem primären sensorischen Rindenfeld.[12] Dr. Hamer verwendet die Bezeichung postsensorisches Rindenfeld; hier befinden sich die Relais der Knochenhaut.[13][11] Unklar: handelt es sich um denselben Bereich?
  • Die Sehrinde (visueller Cortex) erhält die von den Sehnerven der Augen kommenden Impulse und verarbeitet sie. Sie ist in die primäre, sekundäre und tertiäre Sehrinde bzw. die Bereiche V1–V5 unterteilt.[14] Die Sehrinde enthält die Hirnrelais der Netzhaut (Retina) und des Glaskörpers.[2]

Eine besondere Gruppe von Hirnrelais bilden die Revierbereiche. Es handelt sich um zehn Relais, von denen in jeder Hirnhälfte jeweils zwei vor, zwei hinter und eines in der Inselrinde liegt.[15][16] Sie verlaufen vom primären motorischen bis einschließlich dem postsensorischen Rindenfeld.[16][17]

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 Wikipedia: Großhirnrinde. Am 9.12.2020 abgerufen.
  2. 2,0 2,1 5BN.de: 3. Biologisches Naturgesetz. Am 9.12.2020 abgerufen.
  3. DocCheck: Großhirnrinde. Am 9.12.2020 abgerufen.
  4. Wikipedia: Präfrontaler Cortex. Am 9.12.2020 abgerufen.
  5. Wikipedia: Motorcortex → Prämotorische Rinde (PMA/PM/PMC). Am 9.12.2020 abgerufen.
  6. Gehirn und Lernen: Die Großhirnrinde. Am 9.12.2020 abgerufen.
  7. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 226.
  8. Dr. Ryke Geerd Hamer: Krebs und alle sog. Krankheiten - Kurze Einführung in die Germanische Neue Medizin. Amici di Dirk, 3. Auflage 2005, ISBN 978-84-96127-14-2, S. 238.
  9. Wikipedia: Somatosensorischer Cortex. Am 9.12.2020 abgerufen.
  10. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 192.
  11. 11,0 11,1 Dr. Ryke Geerd Hamer: Krebs und alle sog. Krankheiten - Kurze Einführung in die Germanische Neue Medizin. Amici di Dirk, 3. Auflage 2005, ISBN 978-84-96127-14-2, S. 237. Siehe die kleine Abbildung links oben.
  12. DocCheck: Parietallappen. Am 9.12.2020 abgerufen.
  13. Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer: Vermächtnis einer Neuen Medizin, Teil 1. Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, ISBN 978-3926755001, S. 205.
  14. Wikipedia: Visueller Cortex. Am 9.12.2020 abgerufen.
  15. Ryke Geerd Hamer, Vermächtnis einer Neuen Medizin, Teil 2. Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, ISBN 978-8493009106, S. 162.
  16. 16,0 16,1 5BN.de: Gehirn-Landkarten. Am 9.12.2020 abgerufen.
  17. Ryke Geerd Hamer, Vermächtnis einer Neuen Medizin, Teil 2. Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, ISBN 978-8493009106, S. 148: „Es bleiben dann die seitlichen (temporalen) sog. Revierbereichs-Zentren rechts und links, die ja im Prinzip ursprünglich auch zum motorischen und sensorischen Rindenzentrum gehörten oder noch gehören, die aber aufgrund ihrer hormonalen und geschlechtsspezifischen Abhängigkeit eine besondere Gruppe bilden...“