Speiseröhrenmuskulatur
Die Speiseröhrenmuskulatur (Tunica muscularis oesophagi) ist eine Muskelschicht, die es der Speiseröhre erlaubt, die Nahrung mit peristaltischen Bewegungen in den Magen zu transportieren.[1]
Aufbau und Funktion
Die Muskelschicht umgibt die Schleimhaut und die Submukosa als drittinnerste Wandschicht der Speiseröhre. Sie besteht im oberen Drittel aus quergestreifter Muskulatur, geht im mittleren Drittel in glatte Muskulatur über und setzt sich im unteren Drittel nur noch aus glatter Muskulatur zusammen.[1] Beide Muskulaturanteile entstehen aus dem Keimblatt Mesoderm,[2] die glatte Muskulatur gehört der Gewebsart Entoderm an.[3]
Der Transport des Nahrungsbrockens durch die Speiseröhre ist die letzte Phase des Schluckakts. Die Nahrung reizt sensible Nervenfasern, die eine Kontraktion der Muskulatur an dieser Stelle bewirken. Die Muskulatur direkt unterhalb erschlafft und der Nahrungsbrocken bewegt sich abwärts. Der Transport durch die Speiseröhre dauert etwa zehn Sekunden, wobei mehrere peristaltische Wellen zu beobachten sind. Die erste Welle treibt den Speisebrocken (Bolus) die Speiseröhre hinab, die nachfolgenden Wellen werden durch zurückbleibende Speisereste ausgelöst.[1]
Außer der eigentlichen Muskelschicht enthält die Speiseröhre noch weitere Muskulatur, nämlich den oberen und unteren Ösophagussphinkter (OÖS bzw. UÖS) sowie die Schleimhaut-Muskelschicht (Lamina muscularis mucosae).[1][4] Diese dienen nicht der Beförderung der Nahrung und sind von keinem Sonderprogramm der Speiseröhre betroffen.
Sonderprogramm
Speiseröhrenmuskulatur
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| Gewebsart | Entoderm |
| Konflikt | Einen Brocken nicht schlucken oder sich nicht einverleiben zu können |
| EK-Symptome | Krämpfe der glatten Muskulatur |
Das SBS der Speiseröhrenmuskulatur betrifft den glatten Muskulaturanteil.[3]
Konfliktinhalt
Der Konfliktinhalt besteht darin, einen Brocken beinahe zu haben, aber ihn dann doch nicht zu bekommen. Man hat ihn schon fast vereinnahmt, kann ihn dann aber nicht „herunterschlucken“.[5]
Es handelt sich um den gleichen Konfliktinhalt wie beim SBS der entodermalen Schleimhaut der Speiseröhre.
CA-Phase
Die CA-Phase dieses SBS ruft keine organischen Symptome hervor.[5]
Epi-Krise
In der Epi-Krise verkrampft sich die Speiseröhrenmuskulatur schmerzhaft.[6]
Fallbeispiele
Fußballtor und Angst beim Essen
Ein Junge bekommt ein Fußballtor geschenkt. Als es eines Tages gestohlen wird, trösten ihn seine Eltern damit, dass er ein neues bekommen werde. Es dauert drei Jahre, bis er das sehnsüchtig erwartete Tor als Firmungsgeschenk erhält. Während des Wartens muss sich das SBS der Speiseröhrenmuskulatur aktiviert haben und ist ist nun in der gelösten Phase. Bei der Firmung bleibt ihm während des Mittagessens ein Bissen Nudeln im Hals stecken. Da ihm das peinlich ist, versucht er, den Nahrungsbrocken zu schlucken, ohne dass es auffällt, aber er bleibt weiter im Hals stecken. In der Folge hat er ständig Angst beim Essen fester Nahrung, weil er sie nicht schlucken kann, und erlebt dadurch jedes Mal ein neues Rezidiv. In der Epi-Krise leidet er unter Spasmen der glatten Muskulatur. Im Ergebnis kaut der Junge das Essen endlos und spuckt es auch aus. Ein 5BN-Therapeut rät dazu, für den Jungen beim Essen eine Situation zu schaffen, bei der er die Nahrung nicht mehr als Gefahr empfinden muss. Er solle eine Zeit lang nur das essen, was er wirklich gern isst, in seinem Falle Eis und mit Zucker verrührten Dotter. Nachdem er sich davon einen ganzen Sommer ernährt und es ihm dabei immer besser geht, kann er wieder normale Speisen zu sich nehmen, ohne das Sonderprogramm der Speiseröhrenmuskulatur zu aktivieren.[5]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Wikipedia: Speiseröhre. Am 2.5.2026 abgerufen.
- ↑ Lecturio: Ösophagus (Speiseröhre). Am 2.5.2026 abgerufen.
- ↑ 3,0 3,1 5BN.de: 3. Biologisches Naturgesetz. Am 2.5.2026 abgerufen.
- ↑ Flexikon: Speiseröhre. Am 2.5.2026 abgerufen.
- ↑ 5,0 5,1 5,2 Spasmus der Speisenröhrenmuskulatur bei der Nahrungsaufnahme. Am 2.5.2026 abgerufen.
- ↑ Eine nicht ganz lustige Geschichte mit der Speiseröhre. Am 2.5.2026 abgerufen.