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Speiseröhre

Aus 5BN-Wiki
Der menschliche Verdauungstrakt mit rot hervorgehobener Speiseröhre.
Verlauf der Speiseröhre von der Seite gesehen.


Gewebsart
Entoderm
Gewebsart
Ektoderm

Die Speiseröhre (der Ösophagus) ist ein schlauchförmiges Hohlorgan, das zum Verdauungstrakt gehört und die Nahrung vom Rachen in den Magen befördert.[1][2]

Lage, Aufbau und Funktion

Die Speiseröhre ist ein ca. 25 cm langer muskulöser Schlauch, der außen von Bindegewebe umgeben und innen mit Schleimhaut ausgekleidet ist. Sie beginnt auf Höhe des Kehlkopfes, zieht zwischen Luftröhre und Wirbelsäule abwärts in das hintere Mediastinum im Brustkorb, wo sie hinter dem Herzen eng entlang des linken Vorhofs verläuft, durch das Zwerchfell in die Bauchhöhle tritt und in den Magen mündet.[1]

Die Wand der Speiseröhre ist aus vier Schichten aufgebaut. Von innen nach außen sind diese:[1]

  1. die Schleimhaut (Mukosa), die ihrerseits aus drei Schichten besteht: an der Oberfläche befindet sich das Epithel und darunter eine Schicht lockeren Bindegewebes (Lamina propria), die einer Schicht glatter Muskelzellen aufsitzt;
  2. die Submukosa, eine Schicht lockeren Bindegewebes, die Gleitschleim produziert und als Verschiebeschicht dient;
  3. die Muskelschicht (Tunica muscularis) mit quergestreifter Muskulatur im oberen Drittel der Speiseröhre, glatter Muskulatur im unteren Drittel und einem fließenden Übergang im mittleren Drittel, sowie
  4. die Adventitia, eine weitere Schicht lockeren Bindegewebes.

Die Schleimhaut ist stark in Längsfalten geworfen, die als Dehnungsreserve bei größeren Speisebrocken dienen.[1]

Kurz vor der Kardia, dem Übergang in den Magen, ist die Speiseröhre von Bauchfell (Peritoneum) überzogen und weist keine Adventitia auf. In Ruhe verschließt hier der Untere Ösophagussphinkter (UÖS) das untere Ende der Speiseröhre, sodass kein saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.[1]

Beim Schlucken registrieren Nervenfasern die Nahrung. Der Speiseröhrenabschnitt, in dem sich der Nahrungsbrocken gerade befindet, zieht sich zusammen, während die Muskulatur direkt unterhalb erschlafft. Der Transport durch die Speiseröhre dauert etwa zehn Sekunden.[1]

Sonderprogramme

In drei Anteilen der Speiseröhre kommen SBSe vor:[3][4]

Daneben wirkt sich das SBS der ektodermalen Magenschleimhaut auf die Speiseröhre aus: in der CA-Phase ist der Untere Ösophagussphinkter locker, wodurch der Mageninhalt in die Speiseröhre treten und sich als Sodbrennen und saures oder bitteres Aufstoßen bemerkbar machen kann.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Wikipedia: Speiseröhre. Am 12.4.2026 abgerufen.
  2. Flexikon: Ösophagus. Am 12.4.2026 abgerufen.
  3. 5BN.de: 3. Biologisches Naturgesetz. Am 12.4.2026 abgerufen.
  4. Kurzinformation von Dr. Hamer über Augenleiden. Am 12.4.2026 abgerufen.
  5. Krankheit ist anders: Sodbrennen. Am 12.4.2026 abgerufen.