Innerer Afterschließmuskel

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Der innere Afterschließmuskel (Musculus sphincter ani internus) ist einer der beiden Schließmuskeln (Sphincter) des Afters.[1] Er besteht aus glatter Muskulatur und kann nicht willentlich gesteuert werden.[2]

Anatomie und Funktion

Der innere Afterschließmuskel ist eine Verdickung der Darmmuskulatur.[1] Im Zusammenspiel mit dem äußeren Afterschließmuskel und weiteren Muskeln bewirkt er den Stuhlgang.[3]

Sonderprogramm

Beim SBS des inneren Afterschließmuskels besteht der Konfliktinhalt darin, den Kot („Kotbrocken“ im Entoderm-Schema) nicht ausreichend zurückhalten zu können.[4]

Hirnrelais

Das Hirnrelais liegt wie bei der übrigen glatten Muskulatur in der unteren Mittelhirnhälfte.

CA-Phase

In der CA-Phase erhöht der Muskel die Spannung. Der Stuhlgang wird dadurch mühsamer.[4]

PCL-Phase

In der PCL-Phase normalisiert sich der Muskeltonus wieder.[4]

Epi-Krise

Während der Epi-Krise kommt es anfallweise zu schmerzhaften Afterkrämpfen.[4]

Biologischer Sinn

Der biologische Sinn dieses SBS liegt darin, dass der Schließmuskel stärker angespannt ist und so den Kot besser hält.[4]

Fallbeispiele

  • Eine Frau bekommt im Krankenhaus einen Einlauf, um eine Operation vorzubereiten. Ihr wird übel und sie erreicht gerade rechtzeitig das Waschbecken, wo sie sich übergibt. Dadurch kann sie auch den Einlauf nicht mehr halten und steht in einer Lache aus Kot und Wasser. In diesem Moment kommt die Ärztin ins Zimmer und möchte ihr eine Infusion verabreichen. Sie nötigt die Patientin dazu, sich sofort und ohne sich zu säubern ins Bett zu legen. Von da an leidet sie unter starkem Afterspasmus (Tenesmus) mit Problemen beim Stuhlgang.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 Wikipedia: Anus → Aufbau. Am 18.4.2020 abgerufen.
  2. DocCheck: Musculus sphincter ani internus. Am 18.4.2020 abgerufen.
  3. Wikipedia: Kontinenzorgan. Am 18.4.2020 abgerufen.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Björn Eybl: Die seelischen Ursachen der Krankheiten. Ibera, Wien, 3. Auflage 2011, ISBN 978-3-85-052299-1, S. 201.
  5. Björn Eybl: Die seelischen Ursachen der Krankheiten. Ibera, Wien, 3. Auflage 2011, ISBN 978-3-85-052299-1, S. 201. Vergleiche auch den Bericht bei germanische-heilkunde.at.