Gewebsart

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Im System der 5BN werden die Gewebe des menschlichen Körpers in vier Gewebsarten eingeteilt:

Die zu den Geweben einer Gewebsart gehörenden SBSe haben charakteristische Eigenschaften gemein:[1]

Entoderm Alt-Mesoderm Neu-Mesoderm Ektoderm
Lage des Hirnrelais Stammhirn Kleinhirn Marklager Großhirnrinde
Substanzänderung in CA Aufbau Aufbau Wiederabbau Wiederabbau
Substanzänderung in PCL Abbau Abbau Wiederaufbau Wiederaufbau
Länge Epi-Krise Bis 4 Std. Bis 45 Min. Bis 60 Sek. Bis 20 Sek.
Fieber Bis 37,2 °C Bis 38,4 °C Bis 39,5 °C Bis über 40°C
Schmerz möglich In PCL-B CA, PCL-A und PCL-B Je nach Hautschema in CA / PCL
Schwellung möglich Kaum Kaum Sehr stark Stark

Auch die höheren Tiere weisen diese vier Gewebsarten auf.

Dass bei den entodermalen und alt-mesodermalen SBSen in der CA-Phase ein Gewebeaufbau und in der PCL-Phase ein Gewebeabbau stattfindet und es sich bei den neu-mesodermalen und ektodermalen SBSen andersherum verhält, ist die Aussage des 3. Biologischen Naturgesetzes.

Die vier Gewebsarten stehen mit den drei Keimblättern der Embryologie in engem Zusammenhang und tragen die gleichen Namen, mit dem Unterschied, dass dem Keimblatt Mesoderm die zwei Gewebsarten Alt- und Neu-Mesoderm gegenüberstehen. Auch gibt es einige Gewebe, deren Gewebsart nicht dem Keimblatt entspricht. So entsteht die glatte Muskulatur zwar aus dem Keimblatt Mesoderm, wird aber zur Gewebsart Entoderm gezählt, weil ihre SBSe nach dem Althirnschema verlaufen und sie vom Stammhirn (untere Mittelhirnhälfte) gesteuert wird.[2] Ein weiteres Beispiel sind die Brustdrüsen, die aus dem Keimblatt Ektoderm entstehen,[3] aber zur Gewebsart Alt-Mesoderm gerechet werden, da sich deren SBS gemäß dem Alt-Mesoderm-Schema verhält.

In der Histologie hat der Begriff Gewebearten eine andere Bedeutung und bezieht sich auf die sog. Grundgewebe: Epithel, Binde- und Stützgewebe, Muskelgewebe und Nervengewebe.[4]

Einzelnachweise und Anmerkungen