Megalomanie

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Megalomanie (Größenwahn) bedeutet Selbstüberschätzung, Selbsterhöhung und Geltungssucht.[1] Megalomanien können verschieden stark ausgeprägt sein und betreffen immer ein bestimmtes Thema, in dem sie für erhöhtes Selbstvertrauen und erhöhtes Geltungsbedürfnis sorgen.

Eine Megalomanie ist das typische Symptom einer Marklagerkonstellation, entsteht also durch zwei Selbstwerteinbrüche in gegenüberliegenden Hirnhälften.[2] Der Konfliktinhalt der Selbstwerteinbrüche bestimmt das Thema der Megalomanie: Der Selbstwertverlust infolge des ersten Konfliktes verwandelt sich durch den zweiten Konflikt in einen Selbstwertüberschuss. Man verliert die Zurückhaltung in der Sache, die vorher nicht gelungen ist, hat jetzt volles Vertrauen in seine Fähigkeiten, wird zum Macher und nimmt große Projekte in Angriff. Man redet in Superlativen von seinen Projekten und seinen Fertigkeiten und lässt sich nichts mehr sagen oder erklären, weil man alles schon zu wissen glaubt.[2]

Wenn beispielsweise eine Mutter ihr Kind wegen seiner schlechten Schulnoten als Taugenichts beschimpft und damit einen Selbstwerteinbruch auslöst, wäre das Kind von da an schulisch demotiviert und gehemmt. Wenn das Kind einige Zeit danach vom Vater Ähnliches zu hören bekommt, könnte das einen zweiten Selbstwerteinbruch, diesmal auf der anderen Hirnseite (da partnerseitig), auslösen. Das Kind würde als Schüler jetzt fest an sich glauben, große Anstrengungen unternehmen und versuchen, Klassenbester zu werden.

Jeder Mensch hat eine Megalomanie mit bestimmten Themen und in einer gewissen Intensität.[2]

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Spektrum.de: Größenwahn. Am 5.11.2022 abgerufen.
  2. 2,0 2,1 2,2 5BN.de: Marklager. Am 5.11.2022 abgerufen.