Herzbeutelerguss

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Ein Herzbeutelerguss (Perikarderguss) ist eine größere Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel.[1] Je nach Ursache unterscheidet man:

  • den exsudativen Perikarderguss, bei dem durch das Herzbeutel-SBS in der PCL-Phase Flüssigkeit in den Herzbeutel abgegeben wird, und
  • den transsudativen Perikarderguss, der durch Gewebswasser von PCL-Phasen außerhalb des Herzens, meist der Rippen oder des Brustbeins, zustande kommt.[2]

Voraussetzung für einen Herzbeutelerguss ist, dass gleichzeitig das Sammelrohr-SBS aktiv ist. Ohne aktives Sammelrohr-SBS sammelt sich nur wenig Flüssigkeit im Herzbeutel an und bleibt unsyptomatisch.[3]

Sammelt sich so viel Flüssigkeit im Herzbeutel an, dass der Herzschlag und die Versorgung des Herzmuskels über die Koronararterien behindert wird, spricht man von einer Herzbeuteltamponade. Diese ist lebensbedrohlich.[1]

Große Perikardergüsse verursachen starke Atemnot, gestaute Halsvenen, einen schwachen Puls und meist eine Zyanose (Blausucht).[1]

Therapie

Schwere, bedrohliche Perikardergüsse kann der Arzt abpunktieren.[1] In jedem Fall ist eine Lösung des Sammelrohr-SBS anzustreben.[2]

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Wikipedia: Perikarderguss. Am 6.1.2021 abgerufen.
  2. 2,0 2,1 Björn Eybl: Die seelischen Ursachen der Krankheiten. Ibera, Wien, 3. Auflage 2011, ISBN 978-3-85-052299-1, S. 119.
  3. neue-medizin.de: Herz. „Pericarderguß nur mit Syndrom!“ Am 6.1.2021 abgerufen.