Aggressive Konstellation

Die beiden Hirnrelais der aggressiven Konstellation.

Die aggressive Konstellation zählt zu den Revierkonstellationen und kommt zustande, wenn das Vier-Uhr-Relais und das Acht-Uhr-Relais gleichzeitig sympathikoton (in der CA-Phase oder der Epi-Krise) sind. Mit anderen Worten herrscht eine aggressive Konstellation, wenn auf jeder Seite ein Revierärger oder Identitätskonflikt aktiv oder in der Epi-Krise ist. Die Konstellation besteht auch, wenn der eine Konflikt in der CA-Phase und der andere in der Epi-Krise ist.[1]

Die aggressive Konstellation macht den Betreffenden in Bezug auf den Konfliktinhalt jähzornig und agressiv. Es gibt außer dieser Konstellation keine andere Ursache aggressiven Verhaltens.[2]

Symptome

Die Aggression kann verbaler und tätlicher Art sein. In manischer Ausprägung (stärkere Betonung auf dem linken Relais) richtet sie sich nach außen. Lautes Schreien ist ebenso möglich wie Gewalt gegen Dinge und körperliche Gewalt gegen andere Menschen, einschließlich Gewaltstraftaten bis hin zum Mord. Bei höherer Intensität ist man ein wandelnder Sprengsatz und kann bei einem das Konfliktthema betreffende Wort schon explodieren. Man ist außerdem rastlos, steht unter Tatendrang und ist zwanghaft mit dem Konfliktthema beschäftigt.[1][3] Jede Form von zwanghaftem Verhalten findet immer in der aggressiven Konstellation statt.[1]

In depressiver Ausprägung (wenn das rechte Relais stärker betont ist) richtet sich die Aggression nach innen, d.h. gegen sich selbst mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu erhalten. Man verletzt sich, macht sich Vorwürfe, ist beleidigt und trotzig; Kinder schlagen beispielsweise den Kopf gegen die Wand. Manche finden Gefallen am Masochismus oder treiben Kampfsport, um Schmerzen zu spüren[1][3] (der Manisch-Aggressive hingegen treibt Kampfsport, um seine nach außen gerichteten Aggressionen abzuarbeiten).[4]

Ein weiteres Kennzeichen dieser Konstellation ist es, wenn jemand gerne aggressive Musik hört[1][4] und wenn sich ein Jugendlicher gegen Eltern und Gesellschaft auflehnt.[1]

Zusammenwirken mit anderen Konstellationen

  • In Verbindung mit der postmortalen Konstellation ensteht die sog. Märtyrerkonstellation, in der man sein Leben für eine Sache riskiert.[5]
  • Zusammen mit der Mytho-Konstellation ergibt sich die Rufmordkonstellation: Man nutzt Worte, um den Feind zu beschimpfen oder hinter seinem Rücken schlecht zu machen.[4]

Biologischer Sinn

Der Sinn dieser Konstellation wird darin gesehen, dass sie im Falle eines beidseitigen Revierärgers viel Durchsetzungsvermögen und damit höhere Erfolgsaussichten im Revierkampf verleiht. In der heutigen Gesellschaft ist sie meist kontraproduktiv.[1]

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 5BN.de: Aggressive Konstellation. Am 17.12.2022 abgerufen.
  2. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 175.
  3. 3,0 3,1 David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 175–177.
  4. 4,0 4,1 4,2 David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 177.
  5. 5BN.de: Postmortale Konstellation. Am 17.12.2022 abgerufen.